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Aufbau 325 – Teil1

26. Dezember 2009

Hallo liebe Freunde des Motorsports,

Anna Schleife wünscht euch ein frohes Weihnachtsfest und ein paar schöne Feiertage! Sowohl mit der Familie, als auch mit Freunden und Bekannten.

Hier werden die Feiertage dem Nachwuchs gewidmet…dem 325i.

Als kleines Präsent hab ich Euch ein Video mitgebracht, das erspart viel Tipperei und ist auch mal was schönes zur Abwechslung.

Frohes Fest euch allen!

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Nachwuchs bei Anna

11. Dezember 2009

Heute war es endlich soweit, Anna Schleife hat Nachwuchs bekommen!

Ein BMW 325i geboren im Februar 1993.

Nun geht der ganze Spaß von vorne los, Auto ausräumen, Zelle rein, lackieren, Reglement anpassungen und nach dem Motor gucken. Danach heißt’s hoffentlich: Spaß anna Schleife haben.

Wir halten Euch auf dem laufendem.

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Der Mythos geht weiter…

24. November 2009

Heute Abend folgt Teil2:

24. November 2009
21:15 (Dauer – 60 min)
MYTHOS NÜRBURGRING
TEIL 2

auf  DMAX

Viel Spaß beim Anschauen!

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Termin 21.11.

21. November 2009

Ein Blick in den Terminkalender zeigt, dass heute die Jahressiegerehrung der RCN ist. :-)

 

http://www.r-c-n.com/

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Fernsehbericht online

21. November 2009

Den Ersten Teil von “Mythos Nürburgring” kann man nun auch online bei DMAX – oder auch youtube – angucken.

Hier aber der Link zum wichtigen zweiten Abschnitt:  http://www.dmax.de/video/mythos-nuerburgring-episode-1-teil-2/

Viel Spaß beim Gucken!

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Komm i getz im fernseh…?

17. November 2009

Heute abend 21.15Uhr ist es soweit, die Sendung “Mythos Nürburgring Teil1″ wird auf Dmax ausgestrahlt. Das Kamerateam hat uns an zwei Tagen am, auf und neben dem Nürburgring begleitet. Es wurde der Umbau vom RCN Rennwagen zum Touriwagen in der Werkstatt gefilmt und Interviews gemacht, bis die Ohren blutig waren.

Während der Dreharbeiten kam leider die Aufnahmeleiterin unter die Räder von Unbeteiligten, was zur Folge hatte, dass keine Außenaufnahmen von uns auf der Strecke gemacht wurden :-( An dieser Stelle aber nochmals Gute Besserung!

Viel Spaß beim Anschauen!

Geplante Sendetermine:

17. November 2009
21:15 (Dauer – 60 min)
MYTHOS NÜRBURGRING
TEIL 1

24. November 2009
21:15 (Dauer – 60 min)
MYTHOS NÜRBURGRING
TEIL 2

Wiederholungen:
Teil 1 06.12. 19:10 und 06.12. 05:20
Teil 2 13.12. 19:10 und 14.12. 05:20

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Motorsport Expo

5. November 2009

so, auf geht’s nach Köln, zur Motorsportmesse.

Wir sind gespannt was uns dort erwartet, schließlich richtet sich die Messe an alle möglichen Rennserien und nicht an die Tuningfraktion, mit tiefer, breiter, lauter. Die darf sich erst Ende November auf der Essen Motor Show präsentieren.

Einige Fragen gehen einem durch den Kopf: Sind die RCN und GLP dort auch irgendwie von den Hersteller berücksichtigt? Findet man etwas für die kleinen relativ simpel aufgebauten Rennwagen, oder müsste man in einer anderen Klasse (SP/RS) wüten, damit man auf der Messe etwas findet?
Schau’n mer mal!

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Rennbericht 25.10.

28. Oktober 2009

Rennbericht #179 vom 25.10.2009

Einmalige Sache

Tja, „einmalige Sache“, dieser Titel fiel mir recht spontan ein, weil er zu diesem Lauf so herrlich mehrdeutig passt. Doch ohne zuviel vorweg zu nehmen, fangen wir einfach mal ganz vorne an…

Der 25.10. sollte der krönende Abschluss der RCN-Saison 2009 werden, und wie es sich für ein würdiges Finale gehört, fand der Lauf zum ersten mal in diesem Jahr auf einer anderen Variante des Nürburgrings statt als sonst. Hier ist auch schon der erste Teil der „einmaligen Sache“ zu finden. Denn dieses mal sollte die komplette Strecke, bestehend aus der Nordschleife (nicht neu), aber auch (das ist jetzt neu!) zusätzlich noch der langen Version der Grand-Prix Strecke, inklusive der Mercedes-Arena, gefahren werden! Diese Variante ist ebenfalls „einmalig“, denn weder in der VLN, noch während des 24h-Rennens wird diese Variante befahren.

Nicht nur ich war gespannt, wie diesmal die Abläufe funktionieren würden. Zum ersten mal waren wir im „großen“, neuen Fahrerlager mit viel Platz, endlich mal nicht auf dem vermatschten Parkplatz D10 abladen, endlich mal kein Zelt aufbauen und im Regen oder Wind stehen, endlich mal kein Gedränge beim Tanken. Stattdessen durften die Boxen genutzt werden, und wer eine ergattern konnte, durfte sogar sein Schäflein…äh sein Rennauto ins Trockene bringen. Wir hatten leider keine Box fürs Auto bekommen, durften aber unsere Utensilien freundlicherweise in einer Box unterbringen. Hier an dieser Stelle abermals herzlichsten Dank an Stefan C. und all die anderen netten Fahrer- und Helferkollegen aus Box 30!
Der Samstag fing eigentlich an wie sonst immer der Freitag: letzte Arbeiten am Auto, Werkzeug und Reifen einladen, Auto auf den Hänger bugsieren und dann hoch zum Ring fahren, eigentlich alles bekannt. Doch Stop! Bevor man denn ins neue Fahrerlager rein durfte, musste man sich diesmal zunächst in einem containerähnlichen Häuschen (die Bezeichnung „Schuppen“ wäre wohl treffender!) von etwa 20m² mittlerer Raumgröße melden, welches nunmehr beschönigend „Welcome Center“ genannt wurde und befand sich etwas ausserhalb des ganzen munteren Treibens irgendwo in der Nähe des Fahrsicherheitszentrums. Dort bekamen wir unsere Fahrerlagereinfahrtgenehmigung, von der wir dann auch wenig später gleich Gebrauch machen mussten.
Im Hazet-Fahrerlager angekommen wurde flugs der Wagen abgeladen und kurz darauf ging es für die technische Abnahme schon auf den Weg in Richtung Dekra-Gebäude am anderen Ende des Fahrerlagers.
Als ich mich nun direkt hinter dem Alzen-Porsche eingereiht hatte, merkte ich, dass ich was vergessen hatte: die Papierabnahme! Ich wusste doch, irgendwie ging alle so schnell, es MUSSTE ja was fehlen. Gottseidank kamen in dem Moment Martin M. aus dem Forum mit einem Bekannten vorbei, so dass die beiden in der Zeit, wo ich die Papierabnahme machte und Ben den Hänger parkte, mein Auto weiter nach vorne schoben. Danke nochmals dafür!

Ich war dann rechtzeitig zurück, kurz bevor mein Auto an der Reihe war, und in der Zeit trafen auch weitere Teammitglieder in Person von Ben, Martina und Michael ein und unterstützten mich von nun an tatkräftig.
Die technische Abnahme, an sich eine reine Routinesache, sollte aber dann die positive Grundstimmung von ins genaue Gegenteil kippen lassen. Das hatte allerdings weder mit der Abnahme an sich, noch mit dem Prüfer zu tun, nein es war im Prinzip meine eigene Dummheit und Ungeschick!
In der Halle angekommen, schaute der Prüfer sich die Papiere des Autos genau an, hob die Augenbrauen beim Anblick der zahlreichen Eintragungen, ging einmal ums Auto, begutachtete mit Argusaugen, ob die Scheiben denn auch mit Folie beklebt waren (jaha, sauber geklebt, sieht man nicht auf den ersten Blick!), und dann, zum Abschluss, kam der Satz des Wochenendes: „Machen Sie mal Licht an und ziehen den Not-Aus!
Alles klar“, dachte ich mir, „musst zwar etwas kräftig ziehen, aber hat letztes mal ja auch funktioniert“. Also zack, Zündung an, Licht an und dann nur mal kurz kräftig am Not-Aus ziiiiiiieeeh….päng…Aaaaaautsch!!! Was war passiert!?

Die Lösung lag sogleich vor meinen Augen, und zwar in Form von 3 Plastikteilen, welche kurz zuvor noch der Griff vom Not-Aus-Zug waren! Der Not-Aus hat zwar ausgelöst und mein Auto bekam dadurch den begehrten Kleber für die bestandene TA, aber nun stand ich da mit einer tiefen, blutenden Wunde am Mittelfinger und einem zerstörten Not-Aus. „Na toll, fängt ja gut an…“ so meine ersten Gedanken, während mein Finger so munter vor sich hin tropfte. Glücklicherweise hatte die Pommesbude an der Tankstelle gegenüber Pflaster, so dass das erste Problem erstmal gemildert werden konnte. Aber was machen wir jetzt auf die Schnelle mit dem Not-Aus?
Als weiterhin glückliche Fügung erwies sich, dass an Rennwochenenden oft mobile Shops mit diversen Rennsportteilen im Fahrerlager ihre Zelte aufbauen, so auch diesmal. Ben konnte einen neuen Zug organisieren, und bis hierhin schien wieder alles gut zu werden und meine Stimmung besserte sich. Ich muss allerdings nicht noch erwähnen, dass es natürlich just in diesem Moment anfing zu schiffen. Doch das war noch längst nicht das schlimmste…aber das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht…

Als der neue Zug nach einigem Rumprobieren so gut wie drin war und Ben den Wagen anlassen wollte, tat sich auf einmal…nichts mehr! Was war denn nun schon wieder? Batterie leer? Anlasser geschrottet? Böses Karma? Meine Stimmung sank plötzlich wieder schneller, als der Ring°Racer jemals fahren würde! Ok, also anschieben – war ja auch nichts Neues (Insider…die Anschieber vom DSK-Fahren im Februar 2008 wissen aber Bescheid).
Im strömenden Regen trabten mein Bruder und ich nun hinter dem Auto her und versuchten mit aller Kraft, die Zeitmaschine auf 120 Meilen pro Stunde zu beschleunigen…ach ne, das war ja ne andere Baustelle. Hier sollte ein stinknormaler M3 einfach nur anspringen!
Ben versuchte währenddessen einen Gang einzulegen, jedoch ohne das gewünschte Ergebnis in Form eines anspringenden Motors. Ich versuchte danach ebenso erfolglos mein Glück am Steuer, ausser „prötteln“ und „sprotzen“ gab der Motor keine Töne von sich, die zu diesem Zeitpunkt auf einen erfolgreichen Start bei der RCN am nächsten Tag schliessen ließen.
Na gut, wenn du nicht freiwillig willst, so brauchen wir sanfte Gewalt!
Also gleich mal den störrischen Esel hinter den Transit gespannt und mit Zügeln miteinander verbunden. Hüaaah, lauf Forrest, lauf! So tat er auch, und der Esel folgte ihm brav…blieb aber nach diversen Startversuchen weiterhin stumm und bockig. Um nicht noch irreparablen Schaden anzurichten, zogen wir den Wagen ins halbwegs trockene unter ein Vordach von den Toiletten (!), öffneten die Motorhaube und trockneten erstmal alles mit Tüchern ab. Anmerkung des Autors: es schiffte zu dem Zeitpunkt weiterhin wie aus Eimern, was nicht gerade zur Verbesserung der Laune beitrug…
Alle wichtigen Elektroverbindungen waren soweit trocken, doch der Motor tat immer noch keinen Mucks. Wir schauten uns gegenseitig an, und jeder durfte dem Auto mal so richtig die Meinung sagen, was ihm gerade so an Gemeinheiten in den Sinn kam…auch wenn es nicht wirklich weiterhalf, so tat es zumindest mal gut!
So, und dann kam mir doch ganz plötzlich ein Gedanke, auf den ich noch bis heute stolz bin: was kann es sein, wenn alles trocken ist, Strom da ist (Zündung ging), aber der Anlasser keinen Mucks macht und der Motor sich auch nicht per „Hilfestellung“ (Reanimation klingt so negativ…) starten lässt?! Hmm…diese neumodischen Karren haben doch alle…eine Wegfahrsperre! Also zack, im Sicherungskasten noch mal nachgesehen und mit Adleraugen im Halbdunklen geprüft ob…tatsächlich, die Sicherung war defekt! Zum Glück pappten im Deckel noch ein paar Ersatzsicherungen, also die mickrige, durchgebrannte 5A-Sicherung gegen eine neue getauscht, Schlüssel umgedreht und….wrrruuuuummmm!!! Er lief wieder! Und plötzlich hörte es sogar noch auf zu regnen, quasi wie bestellt! Ich weiss zwar bis heute nicht, wer von uns (ich war es definitiv nicht!) zahllose Stoßgebete gen Himmel geschickt hatte, aber es schien, als hätte „der da oben“ mit uns endlich ein Einsehen gehabt. Oder war es doch bloß Mitleid? Wir werden es wohl nie erfahren…

Nachdem also unser „Werk“ erledigt und zunächst abgehakt war, konnten wie rüber in die Box und unser Zeugs einräumen, rein zufällig traf man dort auf einige gute Bekannte, was mich sehr gefreut hat. So gab es natürlich erstmal einiges zu erzählen, was uns kurz zuvor alles widerfahren war. Letztendlich sind wir alle da oben am Ring doch eine große Familie ;-) .

Da für den Abend noch die Fahrerlagerfete angesetzt war, freuten wir uns natürlich, dass alles soweit auf den Punkt geklappt hat. Auf der Fete trafen wir weiter viele bekannte Gesichter, meine Güte wie viele Leute man im Vergleich zum Vorjahr plötzlich kannte! Echt toll, hätte ich mir letztes Jahr nie gedacht! Leider mussten wir das Feld frühzeitig räumen, da das Rennen am nächsten Tag bereits um 11:05 Uhr gestartet werden sollte und somit um 7 Uhr aufstehen angesagt war. Eine Stunde mehr Schlaf gab es aber zumindest durch die Zeitumstellung, wobei das da auch nicht jeder wusste ;-)
Hier noch mal sorry, falls ich jemanden vergessen haben sollte zu verabschieden oder nur recht kurz angebunden war. Auf dem Heimweg dann war alles recht neblig, hoffentlich sollte es am nächsten Tag nicht doch noch das böse Erwachen geben?!

Sonntag

Am nächsten Morgen war der erste Blick aus dem Fenster dann aber durchweg positiv: kein Nebel, die Sonne schien vor sich hin, aber die Straßen waren vom abendlichen Regen noch ziemlich feucht! Schnell noch am Laptop die neuesten Wettermeldungen geschaut, und im Vergleich zum Vortag hatte sich über Nacht nicht viel an den Vorhersagen geändert: Temperatur um 11-13 Grad, sonnig, kein Regen! Perfekt, das bedeutete endlich wieder Slick-Wetter!

Am Ring angekommen wurden dann die letzten Vorbereitungen am Auto getroffen, ich zog meine „Arbeitskleidung“ in Form von feuerfester Unterwäsche (die hat bei dem kühlen Wind auch andere Vorteile!) und meinem Rennoverall an. Für 10:15 war Fahrerbesprechnung im Presszentrum angesetzt, auch hier wieder eine Neuerung. Schnell noch den Wagen in den Vorstart am anderen Ende des Fahrerlagers gefahren, ein bisschen hier und da geplaudert, und dann rauf zur Fahrerbesprechung.
Hier waren wieder die üblichen Themen vorrangig mit dem Appell, sich beim Überholen von Sicherungsfahrzeugen und gelben Flaggen korrekt zu verhalten, dass das Blinken endlich mal von ALLEN richtig gemacht wird und die Parc Ferme-Regeln diesmal strenger gehandhabt würden. Etwas überrascht war ich, dass selbst auf Nachfrage keine klare Aussage darüber getroffen werden konnte, welche Variante der NGK-Schikane (Formel 1 oder VLN) denn jetzt gefahren wird und ob die Zeit für die Tankrunden nun 40 oder 50 min. sei, weil es wohl unterschiedliche Ausschreibungen gab. Nunja…man würde es abklären?!

Kurz darauf ging es auch schon los, die tapferen Ritter marschierten zu ihren treuen Rössern, setzten die Helme auf und bald schon setzte sich der Tross in Bewegung. In Dreierreihe wurden die Autos auf der Start- und Ziellinie aufgestellt. Doch wie geht es los? Alle zusammen? Reihenweise? Anspannung machte sich in mir breit. Als ich sah, dass sich alle Reihen gleichzeitig bewegten, wurde mir schon etwas mulmig. Wie soll das Ende der Start- Ziel Geraden, in diesem winzigen Nadelöhr gut gehen?!
Doch ich hatte schon ein kleines anderes Problem, denn die erste Runde war bereits die Setzrunde. Verdammt, wo genau ist denn jetzt die Zeitmessung? BMW-Brücke? Start-Ziel Linie? Ach egal, ich such mir einfach eine von den Linien da auf dem Boden als Orientierung aus und bestätige da auch wieder, wird schon irgendwie hinhauen! Und los gings, der Start wurde freigegeben, schnell noch eine Linie am Boden angepeilt, Knopf an der Uhr drücken und auf in die erste Runde!
Meine Sorgen vom Anfang waren unbegründet, alle blieben in der ersten Kurve brav hintereinander, so dass das Material unbeschadet davon kam. Der Rest der Grand-Prix Strecke war mir schon vertraut, gut dass ich im Sommer hier mal Touristenfahrten mitgefahren bin, denn das war bestimmt kein Nachteil. Dann gings auf die Nordschleife, huiuiui, im Gegensatz zur offenen und dadurch schon komplett trockenen GP-Strecke sah man auf der Nordschleife nur einen mehr oder weniger trockenen Streifen auf der Ideallinie. Mit kalten Slicks wollte ich nun nicht unbedingt ins Feuchte, also ging ich die Runde locker an, überholte ein paar Konkurrenten und ließ mich auch überholen. Erstmal einen Überblick verschaffen, wie es „da draussen“ denn so aussieht. Und es sah größtenteils gut aus, an ein paar Abschnitten musste man aufpassen, aber es ging!
Ende der Runde stand eine 13:51 auf der Uhr, öh, und die soll ich nachher aus dem Effeff bestätigen? Kann ja noch heiter werden…aber es ging nahtlos weiter mit der ersten Sprintrunde. Ich versuchte noch in Gedanken zusammenzubekommen, wo es überall feucht war, aber dazu hatte nicht viel Zeit nachzudenken. Einfach fahren! Im Kesselchen kam dann gleich der Warnschuss, ein schöner Einser-Golf hat sich leider direkt kaltverformt. Schade drum, hoffe den bekommt man wieder hin! Ab da war ich noch konzentrierter und versuchte keinen Unsinn zu machen. Das klappte zum Glück, bis auf kleinere Verbremser wegen nicht funktionierendem ABS, auch recht gut!
Ich merkte dass die Strecke immer trockener wurde und steigerte sukzessive mein Tempo, es fing an richtig Spaß zu machen. Auf der GP-Strecke hatte ich in der Mercedes-Arena lästiges Untersteuern, so kam ich in der letzten Rechts immer auf einen nervigen Curb und auf die grün lackierte Auslaufzone. Egal, das war nicht mein Jagdrevier, hier bin ich heute nur Gast!

Nach den 4 Sprintrunden war auch schon der Boxenstop angesagt und keine Bestätigungsrunde mehr wie sonst immer. Also nur noch das Loch in der Leitplanke finden und rein zum Tanken. Tjaaaa, nur leider waren die Säulen alle belegt, gleiches Chaos wie in der alten Boxenanlage, das durfte doch nicht wahr sein! Ich reihte mich hinter einem Mitsubishi Lancer ein, doch dessen Tank schien ewig groß zu sein, denn es dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Davor wurde eine andere Säule frei, also wurde ich schnell vorbei gewunken! So, bitte einmal voll machen den Koffer und dann gleich weiter zum Boxenstopp. Alle warteten schon erwartungsvoll, ich bekam dann nur ein „wo bleibst du denn so lange!?!“ an den Kopf geworfen. Schulter zuckend sage ich, dass es beim Tanken was länger gedauert hat. Nun gut, schnell was getrunken, ein paar Happen gegessen, Zeiten gecheckt und gesagt bekommen, dass ich zurückliege hinter dem Club-Seat vom BMC.
Ja, ich wusste dass er schnell ist, aber nicht so schnell! Okay, das hieß jetzt noch ein paar Briketts nachlegen, wenn wir hier noch was holen wollen! Die Crew hat in der Zwischenzeit alle Arbeiten am Auto erledigt und weiter ging es auf die Piste.

Nach dem gemütlichen Einrollen folgte die Bestätigungsrunde. Davor hatte ich mich die ganze Zeit gefürchtet, hoffentlich klappte auch alles!
Ich hatte null Ahnung wie schnell ich in der Setzrunde unterwegs war. Rein aus dem Bauch heraus fuhr ich einfach so vor mich hin, ja das müsste vom Tempo her hinkommen. Bei Breidscheid mal ein kurzer Blick auf die Uhr: Ziemlich genau 6 Minuten. Hm, aber was sagte mir das? War ich schneller oder langsamer als vorher? Ich wusste es einfach nicht!

So fuhr ich dann gefühlt mittelschnell weiter, aber beim Einbiegen auf die Döttinger Höhe sah ich dann, dass ich die Runde viel zu schnell gefahren war und musste nun noch irgendwie satte 3 Minuten abbummeln, um nicht saftige Strafpunkte aufgebrummt zu bekommen, die einem das ganze Rennen noch verhageln könnten. Doch ich war anscheinend nicht allein mit dem Problem, und so reihte ich mich auf der rechten Seite mit 70-80 km/h zu den Fahrzeugen ein, denen es wohl auch nicht besser ergangen war als mir. Die armen Streckenposten wedelten nun heftig mit weissen Flaggen, war mir zwar fast ein wenig peinlich, aber was sollte ich machen…?!
Die Zeit verging einfach nicht, an der Bilstein-Brücke Ende der Döttinger Höhe war es immer noch knapp eine Minute, die irgendwie verstreichen musste. Doch halt, wie lang braucht man überhaupt von da bis zu meiner gedachten Zeitlinie auf der GP-Strecke? Verdammt, ich musste mir in dem Moment eingestehen, dass ich keine Ahnung hatte! So vertraute ich einfach auf mein Gefühl und ein bisschen Glück, doch während ich so vor mich hin trödelte, verrannen die Sekunden nur wie in Zeitlupe…noch 10…9…8…drüber. Hm, was nun? Hatte ich auch die richtige Linie anvisiert? Nicht zu früh oder zu spät gestoppt? Das wird sich erst am Ende zeigen, aber fest stand ich war zu schnell…

Aber es blieb nicht mehr viel Zeit zum Nachdenken, jetzt standen 3 Sprintrunden auf dem Programm, wo es um alles oder nichts ging…Sekt oder Selters wie man so schön sagt. Ich wusste ja, dass ich noch hinter dem Club-Seat mit Renato am Steuer liege (also bestenfalls auf Rang 4 in der Klasse) und musste somit Zeit gutmachen. Also rechten Pin runter und alles geben was geht! Wenn doch nur alles so „einfach“ wäre…
Mir fehlen aus den letzten Runden zwar detaillierte Erinnerungen, weiss aber noch, dass ich irgendwann den Kopf „ausgeschaltet“ (ja, so kann man das wohl nennen…) habe und einfach nur gefahren bin was das Zeug hält, beinahe so als wäre der Allmächtige persönlich hinter mir her.
Kann mich aber doch noch an ein paar schöne Duelle erinnern, ein Cup-Clio kam mir auf der GP-Strecke verdächtig nahe (verdammt sind die fix!), und als es auf die Nordschleife ging hätte ich schon fast den Atem im Nacken spüren können, so dicht klebte er mir an meinem Heckflügel. Doch ich wusste, die Nordschleife ist mein Revier, und wenn ich ihn jetzt vorbeilasse ist die Runde im Eimer! Und tatsächlich, nach dem schnellen Hatzenbachbogen war der Abstand bereits mehrere Fahrzeuglängen, auf der Quiddelbacher Höhe hätte bereits ein großer Airbus dazwischen gepasst und Aremberg…war er bereits aus meinem Spiegel verschwunden. Manchmal zahlt sich Sturheit eben doch aus…
Ich merkte, dass die Runden gut waren, hatte wenig Verkehr und ich fuhr einen schönen Rhythmus, in dem ich mich wohl fühlte. Allerdings hatte ich keinerlei neue Informationen über Rundenzeiten oder die Position im Klassement, das würde sich erst am Ende herausstellen. So kämpfte ich und versuchte die Rundenzeiten zu drücken, es lief jetzt wirklich gut und rein subjektiv war ich gut unterwegs.
Als ich dann in der letzten Runde endlich die Döttinger Höhe im Visier hatte, war ich zum einen froh, dass die ganze Anstrengung schon vorbei ist, aber auf der anderen Seite hatte ich noch nie in diesem Jahr soviel Spaß bei einem RCN-Lauf wie jetzt und war daher fast ein wenig traurig, dass es schon vorbei war.
Ein letztes mal bog ich in die Boxengasse ab, Ausfahrt sollte Box 33 sein, also ganz am Ende. Ich suchte meine Teammitglieder bei Box 30, um noch kurz zu grüßen, konnte aber bei der Masse an Menschen kaum jemanden identifizieren.
Erst im letzten Augenblick erkannte ich bekannte Gesichter und winkte kurz, auch wenn es nachher keiner gesehen haben will. Hmpf…
Im Parc Ferme angekommen musste ich erstmal tief durchatmen, Helm und HANS ablegen, es war geschafft! Der letzte Lauf war heil überstanden, was war ich froh…!
Schnell noch den Transponder abgemacht und an der Abgabestelle abgeliefert. Dort stand rein zufällig auch ein Monitor, und beim Anblick der Tabelle musste ich erstmal staunen: Da stand mein Name….Gesamtrang 27 von allen gewerteten Teilnehmern! Beste Rundenzeit eine 11:00 min., da war ich erstmal kurz baff. Allerdings habe ich nicht auf meine Klassenkonkurrenten geachtet, wollte nur zurück zur Box, wo ich bereits freudig in Empfang genommen wurde! Dieses Gefühl war einfach großartig, alle strahlten um die Wette und freuten sich, dass alles so gut gelaufen war. Leider sah ich dann, dass der Wagen von Erwin mit technischem Defekt an der Bremse ausgefallen war. Kopf hoch Jungs, nächstes Jahr holt ihr euch wieder den Klassensieg!

Beim Aushang der Ergebnisse machte sich dann Spannung breit. Welcher Platz ist es geworden? Strafpunkte oder doch nicht?

Die Zeit verging einfach nicht, und als endlich die Dame mit dem Stapel Blätter in der Hand das Gebäude erreichte, war auch bereits eine beträchtliche Schar von Menschen versammelt, die nur genau auf diesen Moment wartete. Die Wand füllte sich mit viel bedrucktem Papier, und irgendwann konnte ich meine Klasse von weitem erahnen…wo bin ich…? Hmmm, der da in der Reihe hat nur eine Zeile…bin ich das etwa? Ein paar Schritte dichter ran, und die Schrift wurde klarer…und ich erkannte dass ich tatsächlich auf dem zweiten Platz gelandet war!!! Die Freude war unbeschreiblich, diesmal sollten wir nicht ohne Pokal nach Hause gehen! Die Mühen und der Stress im Vorfeld, das unglaubliche Pech am Tag vorher, all das war auf einmal vergessen. Um wieder den Titel aufzugreifen: eine „einmalige“ Sache in dieser Saison, und das auch wieder in zweifacher Hinsicht.
Bei der Siegerehrung war ich schon leicht nervös, und als dann mein Name aufgerufen wurde schlug mir das Herz bis zum Hals! Endlich hielt ich den Lohn für die ganzen Strapazen in den Händen. Allerdings ist dieser wertlos ohne die Arbeit des ganzen Teams, egal ob Verpflegung, Betreuung, ein- und ausräumen der Box und Transporter, Reparaturen, Boxenstop, allein ist das nicht machbar.
Daher danke ich hiermit allen ganz herzlich, die irgendwie mitgeholfen und dies ermöglicht haben. Insbesondere natürlich Andreas, Ben, Martina, Michael und ganz besonders meinen Eltern, ihr alle seid die besten!

Mit vielen Erinnerungen, neuen Erfahrungen, einigen Höhen und vielen Tiefen, aber letztendlich einem mehr als versöhnlichen Abschluss endet nun unser Lehrjahr 2009. Es war nicht immer leicht, doch wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Und soviel ist klar, wir, das Anna Schleife Racing Team, kommen 2010 wieder.

Bis dahin wünsche ich allen eine schöne und erholsame Winterpause! Macht’s gut, wir sehen uns spätestens im Frühjahr wieder!

Vielen Dank für’s Lesen dieses ellenlangen Renn“romans“!

Schönen Gruß und bis bald,
Thomas

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Es geht los…

27. Oktober 2009

Hallo Freunde des Kreisfahrens,
pünktlich zum Saisonabschluss der RCN und somit zum Start der langen langen Winterpause wollen wir mit dem Anna Schleife Racing Team auch das Internet unsicher machen.

Der Blog ist als erster Einstieg in die Online-Welt des Teams gedacht. Es sollen das Team und die Fahrzeuge vorgestellt werden, die Aktivitäten rund um Anna publiziert werden und im kommenden Jahr die Berichte zur RCN und GLP veröffentlich werden.
Wenn es klappt, soll es auch eine Galerie mit allen Annas geben.

Man darf also gespannt sein, wie es sich hier entwickeln wird und was am Ende dabei wirklich herauskommt. :-)

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